So, Mädels ... dass das zurückliegende halbe Jahrzehnt nicht eben rund lief, dürfte jeder gemerkt haben, aber tatsächlich wird im
November nun endlich das Album "Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)" via MDD Records erscheinen.
Ein Album, das mit vielen Pausen eingespielt werden musste, an dessen Entstehungsprozess man aber schon jetzt viele gute Erinnerungen hat. Sei es eine trunkene Nachtwanderung
durch den Schnee heimwärts, weil man nach den Aufnahmen den Busplan nicht mehr lesen konnte oder aber der Moment, an dem man während des Recordings der Drums im
Pestbunker steht und unvermittelt "Agent Orange" und "Remember the Fallen" grölt.
Dass das Resultat diesmal wirklich zufrieden stellend ausfallen würde, war uns ohnehin klar gewesen, aber spätestens, als wir Ende Dezember letzten Jahres
zu sechst die Vocals einkotzten und Flange noch vor zehn Uhr morgens den ersten Ouzo reichte und Anis in der Luft lag, da war wieder so viel von der alten Energie zu spüren,
dass klar war, dieses Projekt durfte mit "Verderbnis" kein Ende finden – Material war ohnehin massig vorhanden, und natürlich entstand immer neues.
Nach dem endgültigen Freischwimmen mit "Sequenzen einer Wanderung" und den darauf folgenden Jahren, in denen man sich in Zeitnöten und unzähligen
Projekten verzettelt hatte, war eine Lässigkeit zu spüren, die lange gefehlt hatte, wenngleich sie in den frühen Tagen unter dem neuen Namen Dinner Auf
Uranos wohl vergleichbar gewesen war. Diesmal war allerdings auch jeglicher Frust gewichen. Nun, dass Distanz und fehlende Zwänge Wunder wirken können,
ist ja nicht erst seit gestern bekannt.
Und so war der Schritt nicht weit, allen Groll über Bord zu werfen, den Mittelfinger wieder auszupacken und sich zu entschließen, unter altem Namen weiterzumachen nach
dem ursprünglichen Konzept "mal sehen, was kommt". Eine Kernbesetzung, verstärkt durch wechselnde Mitglieder aller Schaffensperioden und so
eigenwillig und unvorhersehbar wie "damals".
Hoch die Tassen – mehr Hass!